In der Villa Kunterbunt in der Sanddornstraße ging in den letzten Monaten ein echtes Sternen-Projekt über die Bühne: Die Kinder haben zusammen mit einer Erzieherin eine XXL‑Patchworkdecke mit Sternenmuster genäht – zum Kuscheln, Spielen und Ausruhen.
Rund ein halbes Jahr lang wurde zugeschnitten, gesteckt, diskutiert und natürlich genäht. Herausgekommen ist eine Decke aus stolzen 560 einzelnen Stoffteilen – mehr Sterne, als so mancher Nachthimmel zu bieten hat. Gemeinsam erarbeiteten sie Regeln für den Umgang mit der Maschine: Wer drückt wann auf welches Knöpfchen, wie bleiben alle Finger heil und warum ist Ordnung auf dem Nähtisch plötzlich super wichtig. Vom ersten Entwurf des Sternenmusters über das Zuschneiden der Stoffstücke bis hin zum Zusammensetzen der Sterne – bei jedem Schritt waren die Kinder mit Eifer dabei. Auch die Jüngsten mischten mit und haben die Start‑ und Stopp‑Knöpfe der Nähmaschine betätigt.
Hinter der Sternendecke steckt mehr als nur hübsche Handarbeit. Über viele Wochen hinweg erlebten die Kinder, wie es ist, an einem großen Projekt dranzubleiben, Arbeitsschritte zu planen und ein scheinbar riesiges Ziel in viele kleine Etappen zu unterteilen. Ganz unauffällig wurden dabei Feinmotorik, Konzentration und Ausdauer trainiert – vom Stecken der Nadeln bis zum behutsamen Führen des Stoffes unter dem Nähfuß. Gleichzeitig wuchsen Teamgeist, Selbstvertrauen und Verantwortungsgefühl: Wer Stoff zugeschnitten hatte, wollte später natürlich sehen, wo „sein“ Stück in der Decke auftaucht.
Die selbstgestaltete Sternendecke gehört nun zum festen Alltag der Gruppe und erinnert täglich daran, was viele kleine Hände gemeinsam schaffen können.